Follow your heart (Südroute)

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Selber Mitsegeln
- Bareboatcharter - Segelbuch

 

Korfu in diesem Herbst war gluecklicher Weise wieder einmal ein Highlighttoern. Kein nur guter Toern, sondern ein wirklich "schrecklich netter" Toern, mit schrecklich netten Leuten bei denen das schrecklichste der Abschied war. Ein Urlaub (respektive fuer den Skipper eine ach so harte Arbeit ;-) auf den (die) man noch lange zurueckblicken kann und aus dem man hoffentlich noch lange fuer den Alltag "Honig saugen" kann. Auch an dieser Stelle moechte ich noch mal den von mit fast schon strapazierten Spruch aufgreifen: "Es gibt kein leben nach dem Toern." .-.
Es bleiben die Bilder von weissen Segeln, strahlendem Blau des Meeres in dem man sich verlieren kann, Delphinen und irgendwo die Erinnerung an "ein wenig Honig". ;-)

Nach zwei Wochen auf See mit vielen Superlativen und viel Spass und Lachen, bestechen gerade die tieferen Erlebnisse, wie zum Beispiel das Treffen mit Josef und mit der polnischen Crew und ihren genialen Liedern von Seglern , Haefen und nicht zuletzt der Lieder ueber "Winnie the Poo". Aber dazu spaeter mehr.

Das etwas andere Griechenland
 
Korfu ist landschaftlich ein absolut untypisches Stueck Griechenland, da es auf den ersten Blick eher an Italien erinnert und eben so ganz anders ist als z.B. die kargen aber ebenso reizvollen Kykladen. Aber in Sachen Griechenland sind gerade die Korfioten stolz darauf, dass Sie der einzige Teil Griechenlands sind, der nie von der Tuerkei besetzt war, so dass eine festgefahrene landschaftsbezogene Definition Griechenlands ohnehin fehl am Platze ist. Die freundliche Art der Menschen und deren Charme laesst zudem sehr schnell das typische Griechenlandfeeling aufkommen und als Griechenlandfan fuehlt man sich schnell wieder zuhause. .-. Es offenbart sich die Erkenntnis: Genau so wie auf dem linken Foto kann Griechenland auch aussehen.

Am Anfang war Gouvia

Wie fast alle Korfu Toerns nahm unser Toern seinen Anfang in der Marina Gouvia, einem sicheren und komfortablen Hafen nahe Korfu Stadt, der gegen Wind und Wetter einen perfekten Schutz bietet. Der Transfer klappte vortrefflich, obgleich die Flieger wegen Radarausfall ueber Bayern zum Teil erhebliche Verspaetungen hatten und ich noch gegen 23.00 im Hafen auf und ab ging, weil eben Bjoern -den ich bis dato allerdings gar nicht kannte- noch fehlte. (Letztlich hat sich das Warten allerdings gelohnt, weil er mit Sicherheit ein begabter Nachwuchsskipper ist. :-)

Zu Yacht: Unsere Segelyacht war die kleinste im Bunde der drei Yachten mit denen wir aufbrachen, konnte aber im grunde gleich von Anfang an mit der besten Stimmung aufwarten was uns auf fast sonderbare Weise Zuwachs bescheren sollte.
 
Die Spontanheuer

Nachdem die eigenen Kabinen bezogen wurden und ich es mit als Skipper im Salon gemuetlich gemacht hatte, brachen wir auf zu neuen Ufern, von denen das Erste das Festlandufer von Mourtus war .... 
Aber HALT nicht ganz! .-. Vor Mourtus begab es sich, dass wir in sachen Crew noch expandieren sollten. Gänzlich ungeplant und nach einem kurzen Fragespiel  -aehnlich dem der Sendung "Zimmer frei"- durften wir auf unserer kleinen Segelyacht Nummer fuenf im Bunde herzlich begruessen. Obgleich uns diese Art von Zuwachs fast normal erschien, denn unorthodox war ja nun das ganze Zusammentreffen der Crew! Bedenkt man das wir die dritte Yacht drei Tage zuvor zugechartert hatten und eben innerhalb einer Woche zuvor erst fuer uns die Yacht "angedacht" wurde, weshalb es auch die kleinste von unseren drei Yachten war. Ja, ja, soviel zu dem Thema Spaetbucher und "Last Minute", was eben nicht immer so einfach ist, wenn man sich fuer eine besondere Urlaubsform entscheidet. Beinahe haetten wir daher im heimischen Herbstregen unsere Zeit verbracht. Will sagen, Segelurlaube muessen wegen der hohen Kosten fuer die Yacht vom Veranstalter so kalkuliert werden, dass alle Kojen ausgebucht sind, oder es muessen betagte Eimer gemietet werden, was allerdings ein sehr kurzfristige Alternative ist, und fuer uns grundsaetzlich nicht in frage kommt.

Nunmehr jedenfalls mehr als vollzaehlig und sogar mit einer von der groesseren Yacht geshangheiten (schreibt man das so?) Mitseglerin trafen wir gegen Abend -gerade kurz vor Anbruch der Dunkelheit- in Mourtus ein. Bevor wir anlegten warteten wir zunaechst das Anlegemanoever einer anderen Segelyacht mit polnischer Crew flagge ab die, wie wir spaeter erfuhren, auch Ihren ersten Anleger zelebrierte.
 
Mourtus war ein sehr huebscher aber aus seglerischer Perspektive etwas eigenartiger Hafen, zumindest zum Abend hin denn ein seltsamer Schwell liess die Yachten ploetzlich immer ein bisschen zur Kaimauer hin und zurueck schunkeln. Immerhin so sehr, wenn auch sehr langsam, dass einige Schiffe dem Beton stellenweise bedrohlich nahe kamen. Im Hafenhandbuch steht dann auch dazu: "Die Nachmittagsbrise aus Nordwest steht freilich in den Hafen und verursacht Schwell. Besser liegt man deshalb in den Buchten" Wobei ein Blick in die Bucht diesseits der Durchfahrt, die durchaus moeglich ist (unser Tiefgang betrug 1,80 Meter), nicht so einladend aussah. Um ehrlich zu sein habe ich das Ankersystem, so wie wir es dort vorfanden, bis heute nicht verstanden, aber nun gut..

Unser großer Grieche

Wer den Roman "Alexis Sorbas" kennt, dem wird Josef, uns bis dato gaenzlich unbekannt, teils doch wie ein alter Bekannter vorkommen. Als waeren wir ein Mitglied seiner Flottille, nahm er freundlicher Weise unsere Leinen an und bedeutete uns mit seinem typischen Grinsen wo wir das beste Restaurant fuer den Abend finden wuerden. Etwas ausserhalb der Promenade, mit Blick auf die Segelyachten, war es genau die Taverne die auch ich gewaehlt haette und so wurde gleich der erste Abend "schrecklich nett".
 

Die Polen denen das Singen meine Ansicht nach nahezu ein kulturelles Beduerfnis ist, spielten auf Ihrer Gitarre auf und ich erkannte die Musik die mich schon am Vorabend in der Marina Gouvia derart begeistert hatte, dass ich mich unauffaellig in Reichweite an den Steg gesetzt hatte. Unter anderem ein Seemannslied " ... wo ist der Steg der mich ..."
 

.........G D Z I E   T A   K E J A
Jurek Porabski


Gdyby tak ktos przyszedl i powiedzial: stary,czy masz czas? aGa
Wenn so jemand kommen wuerde und gesagt haette . Alter hast Du Zeit?

Potrzebuje do zalogi jakas nowa twarz, C G7 C
Ich brauche fuer die Crew ein neues Gesicht!

Amazonka, Wielka Rafa, oceany trzy, C C7 F d
Amazonen, grosse Riffe, drei Ozeane,

Rejs na calosc, rok, dwa lata, to powiedzialbym:
Toern aufs Ganze, ein Jahr, zwei Jahre, dann haette ich gesagt:
    a E7 a
Gdzie ta keja, a przy niej ten jacht, a  E7 a
Wo ist der Kaj und dort (daran) die Yacht,

Gdzie ta koja wymarzona w snach.
Wo ist die im Schlaf erträumte Koje C  G  C

Gdzie te wszystkie sznurki od tych szmat, Wo sind die Tampen dieser Lappen

Gdzie ta brama na szeroki swiat. a E7 a
Wo ist das Tor zur weiten Welt.

Gdzie ta keja, a przy niej ten jacht,
Wo ist der Kaj und daran die Yacht,

Gdzie ta koja wymarzona w snach.
Wo ist die im Schlaf erträumte Koje 

W kazdej chwili plyne w taki rejs,
In jedem Moment gehe ich auf so einen Toern,

Tylko gdzie to jest no, gdzie to jest?
Nur wo gibt es das - nun, wo ist das?

Gdzie? na dnie wielkiej szafy lezy ostry nóz, nusch
Wo? Auf dem Boden im grossen Schrank liegt ein scharfes Messer

Stare dzinsy wystrzepione impregnuja kurz,
Alte ausgefranste Jeans halten (imprägnieren) den Staub

W kompasie igla zardzewiala lecz kierunek znam,
Im Kompass ein laengst verrosteter Nagel, aber die Richtung kenne ich,

Biore wór na plecy i prosciutko gnam.
Ich nehme den Sack auf den Ruecken und renne geradeaus.

Przeszly lata zapyziale, rzesa zarósl staw,
Vergangene Jahre ?zapyziale? , der Bach bewachsen mit Moos

A na przystani czólno stalo - kolorowy paw.
Und im Hafen lag ein Kahn - bunter Pfau

Zaokraglily sie marzenia, wyjalowial step,
Rund wurden die Traeume, Steppe verdorrte,

Lecz dalej marzy o zalodze ten samotny leb.
Aber weiter erträumt der einsamer Kopf die Crew.


 






 

 

.-. leider reicht der Platz nicht um die komplette Musik hochzuladen, aber es waere auch nicht das gleiche ...

Zudem gab uns Josef derweil einige philosophische Einblicke in eine Wesensart, wie ich Sie bisher nur von "Alexis Sorbas" der beruehmten griechischen Romanfigur kannte und danach war es so ziemlich klar, dieser Toern wuerde unter dem Motto "Follow your heart, follow the wind" stehen.

Wenn ich jetzt noch erzaehle das Josef dann auch noch seinen musikalischen Tribut des Abends zahlte und ein Griechisches Liebeslied sang, so glaubt mir das eh keiner mehr. .-. Dennoch erwaechst in mir das Gefuehl dass ich diese Leute, "iwo" diese Freunde wiedersehen muss. Wie heisst es denn so schon man trifft sich im Leben immer zweimal ...
 
 

So ich es schreibe erscheint dann auch prompt ein breit grinsendes Gesicht vor meinem geistigem Auge, unverkennbar Josef beim retten eines ganzen Paeckchens (7 Segelyachten am Stueck) aber eigentlich schon einen Tag weiter in der Bucht Lacka an der Nordspitze von Paxos. .-.

Zuviel Begeisterung? Natuerlich gibt es viele Josefs an den unterschiedlichsten Orten, auf der anderen Hand muss man sie erst mal finden ...

Berstende Leinen

Gleichwohl es sich bei der Lacka Bucht um einen aehnlich sicheren Platz wie Mourtos handelte, sollten wir hier einen fuer Korfu absolut ungewoehnlichen Sturm im Wasserglas, respektive Sturm in der Ankerbucht erleben, von dem wir allesamt absolut überrascht wurden. Mir nichts, dir nichts, schoss um 19 Uhr eine Gewitterfront fast ohne Vorwarnung ueber uns hinweg und hielt die Männer an Deck (Matse, Bjoern und mich :-) ordentlich in Atem. Das uebelste dabei war, dass der Wind schlagartig drehte und waehrend die zwei weiteren Anker des Paeckchens zu Leeleinen wurden, unsere Se(e)mi-Leeleine ploetzlich einzige vernuenftige Luvleine war. Zur Erklaerung: Luv ist da wo der Wind herkommt und daher auch der Anker liegen sollte und Lee ist wo der Wind hingeht, oder sollte ich besser sagen hinweht ... ... ... Merke: In der Bucht vor Anker wird die Ankertrosse auch bei drehendem Wind frueher oder spaeter immer wieder zur Luvleine :-))), fraglich ist halt nur, ob das neue Lee immer so guenstig in Sachen Tiefe ist. Der Range den eine Yacht um Ihren eigenen Anker erreichen kann mag naemlich derweil groesser sein als die Bucht in der man liegt und dann wird's trocken.
Aber jetzt genug philosophiert, jedenfalls kann so ein drehen des Windes einiges negieren, aber das ist ja eben auch das schöne beim segeln. Es ist genau das was noch einen Hauch von Abenteuer vermittelt und Toerns unvergesslich macht. .-. Davon hatten wir diesen Toern satt ...

Kaum hatte Josef meine Sorgleine zum Land ausgebracht und wir wollten aus dem Regen unter das wohlige Deck, da knallte es zweimal kurz und es war das Geraeusch von berstenden Leinen die unsere Boote aneinander hielten, und zwar auch die Yachten, die ohne Anker im Paeckchen lagen. Also, Suppe wieder in den Topf und auf zur zweiten Runde Leinen ersetzen, bevor die dritte Litze auch noch reissen wuerde und unsere abwesenden Nachbarn mit samt der anderen fuenf Boote aufs Land getrieben waeren.

Aber das beste waren nicht die Geschehnisse auf Deck, sondern das werkeln unter Deck welches uns nach getaner Arbeit letztlich doch noch ein super Sueppchen bescherte. Sehr lecker und heiss, gleichwohl mit aufgeweichten Nudeln (jetzt in der Suppe ;-) )! Obgleich der Sturm immer wieder nen bisschen auffrischte und neue Leinen zerriss, genossen wir dann triefend nass, aber irgendwie gluecklich unser Sueppchen. An der Stelle noch mal nen besonderen Gruß an Matse, von dem ich bei der Aktion ganz neue Flueche gelernt habe, war schon ein bisschen Arbeit :-)))
 

Aber was sollen wir sagen, wir waren hinterher schon Stolz und zufrieden, nicht zuletzt weil das ganze Paeckchen am Ende an unserem Anker hing und wir die Aktion mit der Heckleine zum Land initiiert hatten, die das Paeckchen (Yachten parallel nebeneinander) gut vom flachen Wasser abhielt.
Bleibt noch zu sagen, dass auf unserem Nachbarschiff waehrend der ganzen Zeit niemand an Bord war und man den Regeln wohl in einer Taverne aussass. Als ich die Landgaenger dann doch wieder einfanden blieb meine Begruessung , "wir nehmen Sekt", vollkommen unerhoert und man retournierte mit den Worten: "Wie, da war Wind?" %-) Blieb uns also nur der stille Ruhm fuer all die Mühen, allerdings gab es keine Sekt. Wie gesagt, unerhoert!
Last not least gabs zur Belohnung dann einen prachtvollen Regenbogen und die Erkenntnis, dass es doch eine tiefere Gerechtigkeit gibt, da unseren Nachbarn -nunmehr unter Deck- auch diesen verpassten! Waren halt Regebogenverpasser! (Der Regenbogen kommt nur leider auf dem Bild nicht so raus, aber der verehrte Betrachter war ja schließlich auch nicht dabei. Muss man sich halt verdienst haben!)

Wer jetzt meint es seien genug der Abenteuer und es sei nur noch Strand angesagt der wird, so er denn weiter liesst, auch von weitaus weniger ruhmreichen Abenteuern erfahren.

Bevor ich es vergessen: Strafe, wie hier (Tod durch erkitzeln), muss auf Yachten natuerlich auch sein.,

Naja, es gibt schlimmere Arten zu sterben.

... Der dritte Fahrtentag denn sollte uns nach Spartachori fuehren. Spartachori ist sicherlich fuer eine Zweiwochentoern der ideale naechste Sprung, fuer einen Einwochentoern ist es unter Umstaenden schon ein wenig zu weit. Obgleich wir wegen eines Teilcrewwechsels wieder zurueckmussten und wir auch noch etwas vom Norden Korfus sehen wollten, haben wir den Sprung dann doch noch gewagt. Aus jetziger Sicht eine schwere Entscheidung weil Paxos und Andipaxos wirklich noch viel zu bieten haben, wie wir in der zweiten Woche feststellen durften. Zudem kann die Strecke bei Flaute durchaus nervend lang sein und erst im Kanal, nachdem wir die stündliche Schleusung erreicht hatten, konnten wir wieder Segel setzen und durch das "Binnenrevier" schneiden   ...
 
 

... Josef einhand auf seinem Boot war nicht halb so spektakulaer wir Josef mit Spinnacker im Kanal, aber obiges Bild zeigt eine ganze Menge von der Laessigkeit und Professionalitaet mit der Josef seine Yacht baendigte. Wer bis hierhin gelesen hat, dem kann ich ein kleines Bonbon anbieten. Josef sucht immer Mitsegler Hand gegen Koje. Voraussetzung: Gute Englishkenntnisse und die Bereitschaft mit den Flottillenskippern die naechsten Pläne zu besprechen und zu Planen. IMHO wenig Arbeit.
 
Der dritte Fahrtentag denn sollte uns nach Sivota (sicherer Hafen) führen wo wir wieder einmal Römisch Katholisch ankern sollten (Heck zum Steg), was uns erst beim zweiten Anlauf gelang ... und nachdem sich Matse todesmutig auf die fremde Ankerkette in der wir uns bei Seitenwind verfangen hatten stuerzte. Ursache: Zunaechst zu wenig Kette gesteckt (geworfen) , daher wieder raus. Dabei zu wenig Fahrt aber Seitenwind. Und schwups Manoevrierunfaehig. Der zweite Anlauf dann klappte dann wieder wie gewohnt. .-. Es sei dabei zu meiner Ehrenrettung angemerkt, dass ich nicht alle Manoever selber fahre ;-> und es einfach eine Frage der Routine ist wie schnell oder langsam man ablegt. Sehr schnell muss auch nicht immer gut sein wie mein eigener extremer Ableger in der zweiten Woche noch zeigen sollte, bei dem ich locker geschmeidig um fuenf Uhr morgens unseren Aussenborder abgerissen habe, der sich an einem Tampen im Nachbarschiff verfing und dann den Wechsel vollzogen an dem fremden Schiff baumelte. Baumelte nicht ohne einen erheblich Lärm zu veranstalten, aber immerhin ohne den Gegner zu beschaedigen. Ich sach nur, so in etwa die peinlichste Situation die ich je erlebt habe. Skipper  und Frau derart morgens um fuenf um den Schlaf gebracht wankten dann schlaftrunken an Deck, nur um mit meinen panischen Worten "It´s ours" begruesst zu werden, da ich voller entsetzen befuerchtete, dass sie den Aussenborder aus seiner verfangenen Lage befreien wuerden und dieser dann ins Wasser entglitten waere ... Schaden Schaden Schaden. Aber sie enthielten sich der Aktion warteten bis wir -diesmal elegant- wieder zurueckgesetzt hatten und wir konnten UNSEREN Aussenborder befreien und wieder "zurueckuebernehmen" ... ... .-.
Man entschuldige mir die Entgleisung und ich kehre gerne wieder nach Sivota -unserer Bucht des dritten Fahrtentages- zurueck. Moral von der Geschichte jedenfalls, soooo frueh ablegen sollte man vermeiden, oder fruehes Aufstehen trainieren! Und weiter, zu langsam ist schlecht zu schnell auch, wahrscheinlich ist sogar zu mittel unter umstaenden auch zu "schnell", aber das habe ich noch nie geschafft ...

Zu Sivota gibt es nur noch eine Tavernenempfehlung auszusprechen. Und zwar die Taverne mit dem Garten auf der ersten Etage und den praechtigen Bougainvillea die im "Herbst" praechtig bluehten. Die ganze Familie "improvisiert" echt klasse Fisch vom Holzkohlegrill auch in absoluter Nebensaison vom feinsten. Wieder eimal die rechte Entscheidung nicht das schickste sonder das urigste Lokal zu nehmen..

Die erste Woche verging dann -nach der Halbzeit- wie im Fluge. Zurueck ging es in die wunderschoene Mourtos Bucht, diesmal jenseits von Mourtus und von dort wieder Retour nach Korfu, wo wir um Korfu Stadt einen Hafen gesucht habe. Allerdings war so ziemlich alles voll und wir spaehten verzweifelt, in einen kleinen entzueckenden Hafen direkt unter der Festung, fuer den unser Hafenhandbuch allerdings nur eine Tiefe von 1,50 Metern vorgab. Definitiv zu wenig!!! Andererseits grosse Spargel (Segelerische Umgangssprache fuer Masten) und so wagten wir das Eintasten in den Hafen, wo uns dann gleich die Hafenmeisterin mit der Info, "Genuegend Tiefe" empfing. Ihr uneingeschraenkt glaubend, tasteten wir uns dann vorsichtig rueckwaerts in die angewiesen Luecke und oh Wunder er passte .-. Und das nicht nur zunaechst! Aber dazu weiter unten mehr, in Sachen Nordroute :-)

Quax der verrückte Fährschiffer

AB HIER HEAVY UNDER CONsTRUCTION

Einen vorerst letzten Stress bescherte uns dann nur noch die 8uhr Faehre. Der Kapitän ist in diesem Hafen bekannt wie ein bunter hund und hat auch schon mehreren Verfahren wegen geschwindigkeitsueberschreitens getrotzt. So richtig wusste keiner warum all die Bemühungen umsonst waren ihm einhalt zu gebieten, wahrscheinlich ist gerade das auch wieder ein Liebevolles Stueck Griechenland oder der Gute hat einen Verwandten der Politiker ist, was in Griechenland sicherlich recht vorteilhaft ist.

 

.... tja, und das war dann auch schon eine Woche Korfu im Fluge und die zweite Woche sollte von einem Teilcrewwechsel ueberschattet sein, was bei einer Crew wie der unseren richtig schade ist. Da hilft alles nichts und da koennen die Neuen noch so super nett sein ... schlecht war die Nordroute aber auch nicht da mit zumindest Jonna und Matse erhalten blieben.

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Follow your heart (Nordroute)

Die Nordroute war gleich zu Anfang der raetselhafte Teil unseres Toern. Nach der Verabschiedung eines Teils der uns so lieb gewordenen Crew, musste ich erst mal rausfinden ob die Nordostkueste ueberhaupt freigegeben war, denn die Seekarten wiesen ein Sperrgebiet aus.

Logbucheintrag:

"Port Office gibt Info, dass Nordostkueste zu Befahren ist. Schützende Buchten konnten somit im Zweifelsfall angelaufen werden.". Der Nördliche Teil Korfus ist sicherlich sehr schoen und erwies sich fuer uns auch als erfreulich windreich, was wir vom Sueden nicht immer sagen konnten, aber hatte durchaus seine Tücken. Die Suche nach einem fuer Yachten geeigneten Hafen war unterm Strich aussichtslos und bei Nordwest ist ein ankern auf Leegerwall nicht jedermanns Sache. Es gibt zwar ein zwei Stellen wo es aus meiner Sicht vertretbar waere, aber mein Sache ist es ganz klar nicht.
 

"Ne Handflach Wasser unterm Kiel"

Wer da heldenhaft den Tiefen prustend aufs neue Entsprang? Matse: "Wir haben noch eine Handflach Wasser unterm Kiel, Skipper!"

"Mensch Matse, ne Handbreit heisst das, nicht Flach!!!"

"Nene, hier ist es definitiv nur ne Handflach, ich konnte die Hand soeben noch drunter kriegen."

Ahhhh, Oh Gott, wenn zu dem Zeitpunkt einer (z.B. ein gewichtiger Jemand) an Bord gekommen waere ... nicht auszudenken, was mit der Hand passiert waere und mit all dem Matse daran!

O.k. Situation erkannt. Verbot von neuer Proviantierung. Biertrinkpflicht aus alten Vorraeten auch fuer die Frauen -statt Longdrinks wie am Abende zuvor- und im Notfall wuerden wir am anderen Morgen noch Ballast abwerfen muessen. Wieder raus und in die ungalante Bucht direkt nebenan im Westen kam jedenfalls nicht in Frage, nicht nach dem super Anleger bei heftigem Seitenwind der uns einigen Schneid und Schwung abverlangt hatte.

Merke: Schaulustige sind's nur dann wenn's auch lustig ist ...

"Seid Ihr, klar?" alle waren klar, was uns allerdings am Morgen darauf auch nichts nutzte, denn Gas hin, Gas her, wir sassen fest. .-. Ballast von Bord damit die Yacht aufschwimmt, nichts. Stand 15 Gaffer, Ankerkette dichtgeholt. Segel im Hafen gesetzt, damit der Kiel nen bischen schraeg kommt und sich der Tiefgang reduziert ... nichts ... 30 Gaffer. -ohne Zweifel, wir sind numehr die Hauptatraktion in diesem Hafen- Komplette Crew auf die Leeseite um Kraengung (Schieflage) zu verstaerken ... negativ 40 Gaffer ... Freies Fall (Leine vom Hoechsten Punkt des Mastes) zum Nachbarschiff, welches das Fall fest anzog um die Yacht nun endgueltig schraeg zu legen ... zunaechst 50 Gaffer und ungefaehr 2000 DM mehr Umsatz bei Fujifilm und Agfa ... und dann, ja dann, mit einem Schlag sprang die Yacht nach vorn ...
Wir waren frei im Hafenbecken ... .-. dachten wir. Nunmehr hatte sich unser Anker in einer Mooring vergraben, immerhin hatten wir Versucht uns am Anker rauszuziehen, was  -beim Stand von ca. 17 Gaffern- nen bischen uebertrieben war. Matse war wieder sprungbereit und wir konnten seine Sprungreflex nur mit Muehe und guten Worten unterdruecken, es gelang uns dann auch die Mooring welche unseren Anker umfing bis knapp unter die Wasseroberflaeche zu ziehen, zu unterfangen und endlich die "Restcrew" vom Steg abzuholen. Eine Flasche Ouzo zum dank aufs Nachbarschiff und raus ging es auf die hohe und vor allem tiefe See! Dem Autor sei die dramatische Darstellung verziehen, vor Ort haben wir jedenfalls mehr gelacht  und nur vereinzelt mit dem Kopf geschuettelt ;-))) grinsend ... und von der "Handflach wasser unterm Kiel" erzaehlen wir heute noch!

Fragmente 
Der kleine Anleger am Eingang des Hafens ist mit noch groesserer Vorsicht zu geniessen, da er nicht frei ist von Steinen. Auf dem Bild kommte es schlecht, aber das Ruder war am Vortag -den wir auch hier verbrachten, wie gesagt gibt halt nicht viel im Norden- schon den Steinen bedrohlich nahe. Wer den Partyort dennoch erleben will muss sehr viel und gut Ankerkette stecken, damit die Yacht nich zu sehr schwojen kann! Riskio ist immer das der Anker dann um so lieber ausbricht.

Viele schoene Eindruecke, eine Hoehlenexkursion mit dem Schlauchboot, der oben bereits beschriebene Ableger bei dem wir beinahe den Aussenborder verloren haetten, sowie eine kompletter Badetag in der malerischen "Karibikbucht" auf Paxos, waren dann noch Stationen die zu beschreiben waeren. Wenn, ja wenn, nicht der naechste Korfutoern fuer mich in einer Woche auf dem Plan stuende. Nunmehr nach dem Herbsttoern Korfu im Sommer gleich drei Wochen .-. Und der Toernbericht ist auch schon drin, weil die erste Woche gleich zwei Journalisten mit an Bord sind ,die ein Reportage zum Thema Segelurlaub schreiben wollen, und mir bleibt nur den Profis das Berichtsfeld zu ueberlassen. Schreibe ich halt einen Revierfuehrer den man hier in kuerze lesen kann! Nun jedoch Abschied von diesem Toernbericht und auf zu neuen Ufern! Denn es gibt kein Leben nach dem Toern ...

Ohjeh, ein zweites "Toernlied" haette ich beinahe vergessen ;-) Halb English, halb Griechisch, voll genial!
 

Rubylove

Cat Stevens

Who'll be my love
You'll be my love
You'll be my sky above
Who'll be my light
You'll be my light
You'll be my day and night
You'll be mine tonight

Ruby glykeia  (Ruby my sweet)
Ela xana (come again)  
Ela xana konta mou (come again close to me)
Ela proi (come in the morning)
Me tin avgi   (by dawn)
Hrisi san iliahtida (gold as a sunbeam)
Ruby mou mikri (You small Ruby)

Ruby my love
You'll be my love
You'll be my sky above
Ruby my light
You'll be my light
You'll be my day and night
You'll be mine tonight

PS: Am letzten Tag ging es fuer uns -nachdem wir das Schiff abgegeben hatten- nur noch darum die Insel zu erobern bzw. fuer mich noch einige Hotels zu inspizieren (Infos fuer Segelurlaub.de). So gelang es mir zwei Tankfuellungen Benzin an einem Tag zu verfahren und ich hatte bei weitem noch nicht alles gesehen.
 
 

Die Mourtosinseln waren in der Antike als Schweineinseln bekannt ...

Bilder und kurze Eindruecke
Mit dem Schlauchboot in die Grotte. Korfu (respektive hier Paxos im Süden von Korfu) glaenzt mit abwechslungsreicher Landschaft! Mit dem Schlauchboot, Taucherflossen und Schnorchel bewaffnet geht es ab in die Grotte bzw. zum ausruhen von den Abenteuern an den weissen Sandstrand.

Lacka wo alles seinen Anfang fand sollte nunmehr nach der zweiten woche auch unser Abschied von der "hohen" See sein und am Folgetag wuerden wir wieder nach Korfu Stadt einlaufen. Allerdings verwoehnte uns Griechenland mit Sonnenuntergangsimpressionen und, worauf wir soooo lange gewartet hatten, mit Dephinen.

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Der Standartreiseführer ist in diesem Fall auch der umfassendste und übersichtlichste Reiseführer den wir kennen. Preis- Leistungsverhaeltnis --> Sehr gut

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